Leben mit einem künstlichen Hüftgelenk
Statistische Daten bezüglich der Langzeitergebnisse beweisen, dass mehr als 90% der Eingriffe gute bis sehr gute Langzeitergebnisse erreichen, d.h. Schmerzlinderung bis –auslöschung, gute Beweglichkeit, deutliche Verbesserung der Lebensqualität.
Nach Einbau einer Hüftprothese ist keine wochenlange Bettruhe mehr angezeigt, frühe Mobilisation und Bewegung sind für den Genesungsprozess wichtig.
Da die Lockerung von Prothesen durch falsche oder Überbelastung gefördert werden, sollten weitestgehend vermieden werden:
- Das Heben und Tragen schwerer Lasten
- Übermäßige Stauchungen und Stoßbelastungen, sowie starke Drehbewegungen durch ungeeignete Sportarten (z.B. Fuß-, Hand-, Volleyball, Tennis)
- unkontrollierte Bewegungen und Stürze (z.B. alpiner Skisport), aber auch extreme Bewegungsmuster stellen außerdem ein Risiko für die Luxation (à Lex.), d.h. das Ausrenkung des Kopfes aus der Pfanne dar.
Ideal sind Sportarten mit gleichmäßig fließenden, rhythmischen Bewegungsabläufen (Fahrradfahren, Nordic Walking). Bei moderater Ausübung und gesicherter Einheilung der Prothese kann man nach Rücksprache mit dem behandelnden Facharzt gelegentlich auch „riskantere“ Sportarten ausüben (z.B. Grundlinien-Tennis).
